{"id":2670,"date":"2022-03-06T19:13:47","date_gmt":"2022-03-06T18:13:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ff-bisamberg.at\/?p=2670"},"modified":"2022-03-06T19:13:47","modified_gmt":"2022-03-06T18:13:47","slug":"humanitaerer-einsatz-am-4-maerz-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ff-bisamberg.at\/?p=2670","title":{"rendered":"Humanit\u00e4rer Einsatz am 4. M\u00e4rz 2022"},"content":{"rendered":"<p data-shortcode=\"ngg src=&quot;galleries&quot; ids=&quot;74&quot; display=&quot;basic_thumbnail&quot;\">Der Krieg in der Ukraine, der seit einigen Tagen die ganze Welt ersch\u00fcttert, bringt viele Menschen dazu sich einzusetzen und den Betroffenen helfen zu wollen. Mitte letzter Woche startete in den Gemeinden Korneuburg und Leobendorf eine Hilfsaktion, die von den Freiwilligen Feuerwehren Bisamberg, Klein Engersdorf, Korneuburg und Leobendorf getragen wird. Es wurde ein Aufruf zu Sachspenden in Sozialen Netzwerken der Gemeinden gepostet, der \u00fcber die Bezirksgrenzen hinaus die Bev\u00f6lkerung erreichte. <!--more--><br \/>\nAn dieser Stelle m\u00f6chten sich die Freiwilligen der Feuerwehren bei den Menschen in unserem Bezirk und allen Nachbarbezirken herzlich bedanken: &#8222;Ohne eure Unterst\u00fctzung w\u00e4re diese Hilfsaktion nicht zustande gekommen.&#8220;<br \/>\nOft h\u00f6rten die Mitglieder der Feuerwehren: &#8222;Wir bringen es lieber zu euch, da wissen wir, dass die Hilfe sicher dort ankommt, wo sie gebraucht wird.&#8220;. Der Andrang mit Spenden bei den Feuerwehren war enorm und so wurden alle Sachspenden von den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrm\u00e4nnern vorsortiert und f\u00fcr den Transport auf Paletten und in Kisten verpackt. Dabei wurden drei Lastw\u00e4gen der Feuerwehren bis zur maximalen Belastbarkeit geladen und auch in den<br \/>\nMannschaftsbussen der Feuerwehren wurde jeder freie Sitzplatz mit \u00fcberlebenswichtigen Sachspenden beladen. Mit dabei auch ein Vorrat an Medikamenten f\u00fcr einen ukrainischen Epilepsie-Patienten, der ohne diese Medikation keinen Monat \u00fcberleben kann.<br \/>\nFreitag Vormittag machte sich der Konvoi der Freiwilligen Feuerwehren, aus dem Bezirk Korneuburg mit neun Lastw\u00e4gen und Mannschaftsbussen auf den Weg an eine polnisch\/ukrainische Grenze. Aufgrund von Mediensperren \u00fcber Hilfsorganisationen vor Ort, k\u00f6nnen im weiteren Erlebnisbericht der Feuerwehr einige Situationen nur allgemein erz\u00e4hlt werden:<br \/>\n&#8222;Nach rund 10 Autostunden kamen wir am Freitag Abend in einer Stadt nahe der ukrainischen Grenze an. Im Vorfeld kn\u00fcpften wir Kontakte mit einer \u00f6sterreich-polnischen Hilfsorganisation, die bereits vor Ort war und uns einweisen konnte. Die Hilfsg\u00fcter wurden rasch und gemeinsam mit \u00f6rtlichen Helfern umgeladen, damit sie am n\u00e4chsten Morgen ukrainischen Boden erreichen und in die Verteilung kommen. Noch w\u00e4hrend des Umladens schlug ein polnischer Helfer die H\u00e4nde vor dem Gesicht zusammen und begann zu weinen angesichts der Menge an Hilfsg\u00fctern.<br \/>\nNachdem f\u00fcr uns feststand, dass jedes Feldbett f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge gebraucht wird, fassten wir den Entschluss, noch in der gleichen Nacht zur\u00fcck nach \u00d6sterreich zu fahren. Wir sprachen mit Helfern, \u00c4rzten und Sanit\u00e4tspersonal vor Ort und boten unsere Hilfe an, sie bei der Beschaffung von Material, das ben\u00f6tigt wird zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nAls n\u00e4chstes suchten wir in zwei Gruppen drei Unterk\u00fcnfte auf, um Menschen mit Angeh\u00f6rigen in \u00d6sterreich und jedem Anderen eine Mitfahrt anzubieten. Das Bild in den Unterk\u00fcnften, welches sich uns bot, war schrecklich und beklemmend. So viele Menschen, \u00fcberwiegend junge Frauen, Kinder und Kleinkinder lagen auf Feldbetten und schliefen so fest, dass sie nicht aufwachten, obwohl gerade eine Menge Feuerwehrleute an ihnen vorbei schritt, um eine Tasse Kaffee zu trinken, auf die wir eingeladen wurden. Einige Kameraden hatten Bedenken, das hei\u00dfe Getr\u00e4nk anzunehmen, aus Sorge diese Menschen h\u00e4tten dann noch weniger.<br \/>\nAus der Halle drau\u00dfen, sprachen wir untereinander \u00fcber das, was wir gesehen hatten. Und dabei dr\u00e4ngte sich ein Gedanke auf: Hier war bereits die gut organisierte Seite, auf der es wieder warm war, Essen und Hei\u00dfgetr\u00e4nke verf\u00fcgbar waren &#8211; in der Menschen nicht in durchn\u00e4sster Kleidung bei Temperaturen unter null Grad auf einen Grenz\u00fcbertritt nach Polen warten. Und pl\u00f6tzlich sagte einer von uns: &#8222;Das ist Krieg.&#8220; Die Stimmung in unserer Gruppe wurde eine andere.<br \/>\nWir nahmen drei Familien auf und konnten ihnen eine sichere Mitfahrt nach \u00d6sterreich erm\u00f6glichen. Eine Familie wird bei Verwandtschaft, die in \u00d6sterreich lebt, eine Unterkunft haben. Die beiden anderen Familien werden die Zeit, bis ein Quartier zur Verf\u00fcgung steht, in einem Wiener \u00dcbergangsquartier bleiben.<br \/>\nDie sp\u00fcrbare Solidarit\u00e4t mit der ukrainischen Bev\u00f6lkerung zeigte sich deutlich in Form einer \u00fcbernationalen Helfergemeinschaft. Denn w\u00e4hrend wir mit unserem Konvoi bereits auf dem R\u00fcckweg waren, sahen wir immer mehr Konvois aus verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, die gerade auf dem Weg zur Grenze waren.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine, der seit einigen Tagen die ganze Welt ersch\u00fcttert, bringt viele Menschen dazu sich einzusetzen und den Betroffenen helfen zu wollen. Mitte letzter Woche startete in den Gemeinden Korneuburg und Leobendorf eine Hilfsaktion, die von den Freiwilligen Feuerwehren Bisamberg, Klein Engersdorf, Korneuburg und Leobendorf getragen wird. 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